Bewerbung & Interview

Richtige Rechtschreibung…

… und Grammatik sind oft nicht einfach. Es gibt tausende Regeln und mindestens noch mal genauso viele Ausnahmen. Ständig werden Reformen zur Reform der Rechtschreibung erfunden und beschlossen, ohne dass man den tieferen Sinn dahinter erkennt. Gerade bei so wichtigen Schriftstücken wie Bewerbungen steht man ganz besonders unter Druck möglichst keine Fehler zu machen. Und dennoch möchte ich behaupten, dass die Zahl der fehlerfreien Bewerbungen sehr niedrig ist. Meist sind die Fehler gar nicht so offensichtlich oder auch nur den zappeligen Fingern zu verschulden, so dass Buchstaben mal fix vertauscht werden.

Aber bei manchen Fehlern denke ich oft „Oh maaaan, schaut doch einfach mal im Duden nach!“ Deswegen habe ich mir überlegt, mal die häufigsten Grammatik- und Rechtschreibfehler aufzuzeigen und zu berichtigen:

Richtige Rechtschreibung: Straße oder Strasse?

Das ist in meinem persönlichen Ranking der häufigste und in meinen Augen auch am einfachsten zu vermeidende Fehler. Das Wort „Straße“ wurde und wird auch immer noch mit „ß“ geschrieben, aus dem simplen Grund weil das „a“ vor dem „ß“ lang gesprochen wird. Im Übrigen sind „Strasse“ nämlich so kleine Pseudo-Edelsteine. Im Übrigen verhält es sich bei „Grüßen“ und „Grüssen“ genauso!

Richtige Rechtschreibung: Muss oder muß…

beziehungsweise dass oder daß? Analog zur Straße werden diese beiden Wörter mit „ss“ geschrieben, weil der Vokal davor kurz gesprochen wird beziehungsweise weil die Grundform (müssen) mit „ss“ geschrieben wird. Die alte Form mit „ß“ ist schlichtweg nicht mehr zulässig, das heißt es gibt auch keine Kann-Bestimmungen wie bei…

Richtige Rechtschreibung: Kommafehlern – auch ein sehr weites Feld (wie der Vater von Effi Briest sagen würde)

Im Zuge der Rechtschreibreform wurden die Regeln zur Kommasetzung stark reduziert und vereinfacht. Sie sind zwar in manchen Fällen immer noch nicht so ganz einleuchtend, aber die Grundregeln sollte man schon beherrschen. Wann wie ein Komma gesetzt werden kann oder muss, kann man hier nachlesen.

Ganz häufig werden auch willkürlich Adjektive großgeschrieben, in der Annahme, dass es sich um Eigennamen handelt. Aber eine Ausbildung in einer Schule ist eben eine schulische Ausbildung und keine Schulische Ausbildung.

Und zum Schluss noch die Großschreibung von Verben: Das wird auch nur allzu oft falsch gemacht. Wenn ein Verb zum Substantiv wird, muss es großgeschrieben werden. So heißt es eben „das analytische Denken“, „Beim Lesen der E-Mail…“ und so weiter.

Ich merke selber gerade, dass dieses Thema Rechtschreibung auch eine unendliche Geschichte werden kann, denn beim Wort „großschreiben“ kommt man ja auch gleich zur Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern. Die ist in meinen Augen noch viel komplizierter und deswegen verweise ich gern auf http://canoo.net, denn dort kann man wirklich so ziemlich alles über Grammatik und Orthografie nachlesen.

Wer sich dennoch unsicher ist, sollte jemanden Korrektur lesen lassen, der sich damit auskennt, als da wären Lehrer, Studienkollegen, Freaks wie ich, die manchmal nerven, weil sie die Fehler anderer finden… 😉

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

4 Kommentare

  • Eine kurze Anmerkung am Rande: „Analog zur Straße“ ist auch nicht ganz richtig. Analog bedeutet gleich. Aber du willst glaube ich eher sagen: „Im Vergleich zur Straße.“

  • „Analog“ meinte ich im Sinne von „auf die gleiche Regel aufbauend“ – das passt schon, es geht eben bloß in die andere Richtung.

  • Hi,
    danke für die kurze Zus.fassung, ich muss (nicht muß 😉 ) mir endlich die neuen Grundregeln einhämmern, damit ich meinen Schulkindern nichts Falsches sage ^^ [„“]Falsches groß oder klein? Hmmmmmmmmmmm

Hinterlassen Sie einen Kommentar