Bewerbung & Interview

LaTeX für die Bewerbung

Eigentlich ist es erstaunlich, dass wir uns noch nie zum Thema LaTeX als Schriftprogramm für die Bewerbung geäußert haben. Denn seit Jahren freue ich mich über jede Bewerbung, die damit erstellt wurde. Man erkennt es sofort am tollen Schriftbild und dem erstklassigen Satz und meist steckt hinter solchen Bewerbungen ein wirklich guter Informatiker mit einem hohen Anspruch an seine Arbeit. TeX ist laut Wikipedia „ein von Donald E. Knuth ab 1977 entwickeltes und 1986 fertiggestelltes Textsatzsystem mit eingebauter Makrosprache, die ebenfalls als TeXbezeichnet wird.“ Die größte TeX-Makro-Sammlung dafür heisst nach ihrem Entwickler Leslie Lamport LaTeX und wird heute gern im Satz von Büchern, wissenschaftlichen Arbeiten und eben Bewerbungen verwendet, weil die Formatierung exakt wird und, wie gesagt, das Ergebnis viel professioneller ist als bei einem „normalen“ Textprogramm. Außerdem lassen sich Formeln damit besser abbilden, weshalb LaTeX in der Naturwissenschaft oft verwendet wird. Das Problem an der Sache ist, dass man sich recht intensiv damit beschäftigen muss, aber bei Informatikern sollte das zumindest kein Problem sein.

Hier habe ich eine schöne Zusammenfassung zum Thema Bewerben mit LaTeX gefunden, inklusive Beispielen. Ich empfehle jedem, der es sich zutraut, seine Unterlagen so zu erstellen. Man sieht den Unterschied und gleichzeitig transportiert man die Information, dass man sich Mühe gibt und Wert auf eine hohe Qualität seiner Arbeit legt. Und das ist es in jedem Fall wert.

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8 Kommentare

  • Moderncv erzeugt tatsächlich sehr schöne Lebensläufe. Unter http://yaturl.net/mcv hatte ich mal eine kleines HowTo geschrieben. Lohnt sich definitiv einmal einen Blick auf die Klasse zu darauf zu werfen … und natürlich LaTeX. Muss man nicht viel dazu sagen. 😉

  • also mir wäre das ja zu stressig die Bewerbung auch noch zu „programmieren“. Da bleib ich dann lieber bei der WYSIWYG Variante und nutz InDesign. Auch damit kann man ja bekanntlicherweise Bewerbungen schön machen. Vorteile von LaTeX seh ich da aktuell irgendwie nicht. Mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich das so gut wie gar nicht kenne 😀 Unterm Strich sollte einfach eine ansprechende Bewerbung bei rumkommen. Da ist der Weg dahin dann m.E. nahezu egal.

  • Also für Entwickler finde ich es sehr sinnvoll die Bewerbung in TeX zu verfassen. Damit zeigt er bereits beim Anschreiben und Lebenslauf sein können. Ich finde solche Bewerbung toll und gerade für Entwickler ist es ein sehr gute Möglichkeit ihre Fähigkeiten beim ersten Eindruck zu zeigen.

    Für Normalsterbliche wird es verständlicherweise eher Umständlich, aber TeX ist ja auch was für Profis ^

  • Ich finde nicht, dass ein Entwickler auf Teufel komm raus LaTeX nutzen sollte nur um cool o.ä. zu wirken.

    Klar sind die Ergebnisse in der Regel wesentlich ansehnlicher als es mit Works 2.0 noch möglich war. Aber man muss auch im Hinterkopf behalten, für was TeX ursprünglich gemacht wurde. Wenn jemand schon recht viel in LaTeX macht, spricht nichts dagegen eben jenes auch für die Bewerbung zu nutzen. Nur für die Bewerbung von Word/LibreOffice/OpenOffice/Lotus/… oder von HTML/XHTML/DocBook/… auf LaTeX zu wechseln hat, wenn man sich zeitliche Kosten und Nutzen betrachtet, wenig Sinn. Wobei ich ja persönlich der Meinung bin, man kann alle Texte in LaTeX schreiben 😉

  • Wer sagt eigentlich, dass sich LaTeX und WYSIWYG nicht auch kombinieren lassen?
    Ich erledige seit Jahren sämtliche Korrespondenz und schriftliche Arbeiten mit LaTeX, dazu sind gelegentlich ein paar manuelle Zeilen TeX notwendig, den Großteil des nötigen LaTex Codes lasse ich generieren, und zwar von LyX, mit dem man (fast) wie in bester Word-Manier die meisten Dinge völlig ohne LaTeX Kenntnisse erledigen kann. Trotzdem kann man jederzeit auch direkt LaTeX Fragmente integrieren. Und mit etwas Routine ist man meiner Meinung nach deutlich produktiver als z.B. mit Word. Man wird deutlich weniger von Formatierungsoptionen und sonstigen eigentlich überflüssigen Menüs und Funktionen abgelenkt. Obendrein bietet LaTeX Ligaturen, sauberes Kerning und Blocksatz der den Namen auch verdient.

    Die KOMAScript-Klassen für Hausarbeiten, Diplomarbeiten, Geschäftsbriefe nach DIN
    Die Beamer-Klasse für wirklich professionelle Präsentationen, mit dem richtigen Template wird da jeder Klick-Bunti Powerpointler neidisch 😉

    Die verlinkte modernCV Klasse war mir neu, kam aber genau zur richtigen Zeit.

    Und für vollkommen frei zu gestaltende Dokumente, gibt’s anstelle von Word, Writer und co doch auch gleich „richtige“ DTP Programme wie z.B. das kostenfreie Scribus, für Betuchtere auch In Design und Konsorten…

  • LaTeX ist eine feine Sache, weil es aus meiner Sicht viel einfacher zu bedienen ist als die Programme, bei denen man die ganze Zeit die Maus durch die Gegend schubsen muss. 😉 Das ihr es als Personaler auch gerne seht freut mich zu hören. danke für den Hinweis auf die Möglichkeit und Präsentation – das wird der eine oder andere hoffentlich befolgen.

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