Ratatouille

Wunder der Technik – Der elektronische Notenauszug

Die moderne Technik macht heutzutage ja fast alles möglich. Da kann man online einkaufen, Visa beantragen oder eben seine Noten in der Uni einsehen. Ja, liebe Leute, das geht auch und sogar ganz leicht und ohne Probleme sogar zu speichern und/oder ausdrucken. Die Notenliste sieht zwar vielleicht nicht so schön aus, wie beispielsweise Facebook oder ein Shoppingportal, aber man kann mit ihr auch eine Menge machen (blöderweise sogar ändern, wie ich heute erfahren musste).

Aber zurück zum Thema: Die Notenliste. Steht man als Student noch mitten im Semester bzw. im Studium, hat man für gewöhnlich noch kein Zeugnis erhalten. Damit sich ein Unternehmen aber ein Rundumbild vom Bewerber machen kann, ist es ratsam einen Notenauszug anzuhängen. Dabei geht es primär oft gar nicht um die Noten an sich, sondern eher um den Überblick, wie weit der Kandidat mit seinem Studium schon ist, welche Bereiche er/sie schon kann und wo man in der späteren Tätigkeit (sei es Praktikum oder Einstiegsjob) ansetzen kann. Gerade die Inhalte in den Fächern sind oft von Uni zu Uni unterschiedlich, weshalb es (gerade beim Informatikstudium) sinnvoll ist, eine Seminar- und somit Notenliste anzuhängen. So legt die eine Uni ihren praktikschen Fokus auf Programmierung in Java, die andere wiederum auf Assembler. Das sollte man als zukünftiger Arbeitgeber schon sehen können. Und wenn ich einen Kandidaten bitte, mir seine aktuelle Notenliste zu schicken, dann erwarte ich irgendwie eine Art Liste, auf der 1. das Logo der Uni zu sehen ist und 2. die komplette Auflistung aller bisher gemachten Seminare und der noch ausstehenden.

Was ich nicht erwarte, ist ein Word Dokument, welches aus 5-8 Zeilen besteht und wo der Kandidat die Seminare selbst aufgelistet hat und die Noten dazugeschrieben hat. Das ist zwar nett und macht Arbeit, ist aber nicht zielführend oder besonders glaubhaft. Ich unterstelle nicht gleich Schwindelei, dennoch wirkt diese Vorgehensweise etwas dilettantisch. Also liebe Leute, bemüht das Internet nicht nur zum Socializing, sondern auch für die wichtigen Dinge. Selbst wenn das Programm für den Notenausdruck gerade nicht funktioniert, kriegt man einen Nachweis auch sehr einfach beim Prüfungsamt. Da muss man dann allerdings selbst hinlaufen. 😉

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4 Kommentare

  • Hast du selbst studiert? Dann weißt du, wie überlastet die Prüfungsämter immer sind und wie viel Arbeit es macht, „mal eben“ eine Notenliste zu erstellen. Dieses Bedürfnis ist an den meisten Unis und Hochschulen noch nicht angekommen.
    Meine erste Notenübersicht war ein handgeschriebenes Blatt Papier mit einem Stempel – Bearbeitungszeit 4 Wochen.

    Wenn man weiß, dass man sich bewerben will und eine Notenübersicht haben möchte, ist als Student viel Eigeninitative gefragt. Ich habe mir die Noten immer notiert und solch eine Übersicht selbst zusammengebaut. Danach habe ich das ganze von der Hochschule beglaubigen lassen und beim potentiellen AG eingereicht.

  • Wir kennen durchaus den Dschungel der Univerwaltung. Und entweder gibt es eine Möglichkeit, dass man sich einen elektronischen Notenausdruck besorgen kann, ohne das Prüfungsamt zu belästigen, oder das Prüfungsamt ist darauf vorbereitet, dass ständig Studenten kommen und irgendwelche Nachweise ausgedruckt und bestätigt haben wollen.
    Natürlich wissen wir auch, dass nicht jeder Unimitarbeiter gleich vor Dienstleistungsfreude ausflippt, aber das sollte den Studenten jetzt auch nicht so sehr abschrecken, dass er sich gleich selbst ein Zeugnis schreibt. Ein bisschen Eigeninitiative für einen anständigen Notenausdruck sollte schon vorhanden sein und ist auch von unserer Seite sicher nicht zu viel erwartet.
    Roman, du hast ja auch einen passablen Weg gefunden, eine aussagekräftige Notenübersicht zu erstellen, denn immerhin hat die Uni ja deine Noten zumindest abgesegnet.

  • davon gibt es sicherlich nicht mehr allzu viele: aber für einen magisterstudierenden nach altem system ist es nicht ganz so leicht, so eine liste zu bekommen. außer er macht sich kopien seiner ganzen scheine und reicht die mit ein. bis zu zwischenprüfung/prüfung weiß das prüfungsamt nichts von den bisher erreichten noten. aber die menge an alten magisterstudenten sollte mittlerweile überschaubar sein.
    (das zusammenstellen der bisher errecihten scheine ist auch nicht jedermanns sache … 😉

  • „1. das Logo der Uni zu sehen ist und 2. die komplette Auflistung aller bisher gemachten Seminare“
    Zu 1.) Alle Notenlisten, die ich bisher hatte, waren irgendwie nur so schnell abgefallen und ein Logo war da nie drauf. Wenn ihr den Noten bei so einem Ausdruck nicht glaubt, wird euch bestimmt der Student diese beim Vorstellungsgespräch gern live vorzeigen 😉
    Zu 2.) Wie schon von anderen erwähnt, dauert es eine Zeit, bis man eine Notenübersicht bekommt (auch wenn diese bspw. schon durch Aushang veröffentlicht wurden). Unter anderem, weil die Prüfungsämter diesem wenig Priorität zuweisen, kommen sie noch später online (doppelte Datenhaltung und so). Von manchen Fächern weiß man auch selbst so noch nicht mal genau, was man bekommt, obwohl die Prüfung schon Monate zurückliegt (Prüfung außerhalb der Prüfungszeit wird ja gleich gar nicht ausgehängt). Aber man weiß die Note oder kann sie eingrenzen. Manchmal ist auch nicht klar, welche Fächer überhaupt problemlos im nächsten Semester belegt werden können (Zeitüberschneidungen, max. Teilnehmeranzahl, findet doch nicht statt).

    Ich kann verstehen, dass ihr möglichst authentische Dokumente wollt, aber das ist für viele Studenten nicht leistbar. Was leistbar ist, sind zusammengetragene Notenlisten, die euch helfen sollen den Bewerber besser kennen zu lernen. Hier könnte man noch über die Darstellung etc. diskutieren, aber ich verstehe euer Problem nicht. Dokumente können immer manipuliert sein und der Student will euch immer mit irgendeiner Art von Notenliste was Gutes tun. Wenn ihr dem nicht vertraut, dann ignoriert es einfach, aber ich würde keinem Studenten empfehlen es wegzulassen, nur weil er keine ordentliche Notenübersicht hat.

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